Katholische Hauptschule Grevenbroich
+++ Mit Stabschrecken auf 'du' und 'du' +++

Unsere Stabschrecken

Ein Projekt im Fach Biologie
von Frau Oehmen

Unsere Stabschrecken (lateinisch: Phaenopharos herwaardeni) haben wir vom Aquazoo Düsseldorf bekommen.
Stabschrecken gehören zu einer über 200 Mio. Jahre alten Insektengruppe! Ihr Körperbau gliedert sich wie bei allen Insekten in Kopf, Brust und Hinterleib. Mit 30 cm Körperlänge gehören die Stabschrecken zu den größten Insekten überhaupt!


 
    

 
Ihr natürlicher Lebensraum sind die tropischen und subtropischen Regenwälder, deshalb muss das Terrarium innen täglich mit Wasser besprüht werden, um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Die Stabschrecken lieben das, und wir können beobachten, wie sie nach der feuchten "Dusche" plötzlich richtig aktiv werden und sich sehr rege bewegen.
Die Nahrung besteht aus Zweigen, die wir in einen kleinen Wasserbehälter, also eine Art Vase, stellen. So bleiben die Blätter schön frisch.
Stabschrecken fressen gerne Brombeerblätter, aber sie knabbern auch an Buchen-, Liguster-, Eichen-, Hasel- und Farnblättern. Je abwechslungsreicher man ihre Nahrung gestaltet, desto besser. Brombeeren sind auch im Winter immergrün und in freier Natur leicht zu finden.
Wenn wir die Stabschrecken beim Reinigen des Terrariums herausholen, dann kann man beobachten, wie sie ihren kleinen Flügel kurz aufstellen. Die Flügel sind leuchtend rot! Die Stabschrecke macht das als Abwehrmechanismus, weil sie sich von einem "Feind" bedroht fühlt.

    
 
    
 

 
Manche Stabschrecken haben ein Bein verloren und gehen quasi auf fünf Beinen durchs Leben. Auch das hat mit Verteidigung zu tun: Wenn sie am Bein gegriffen werden, werfen sie es einfach ab. Bei ganz starken Bedrohungen werden auch schon einmal mehrere Beine abgeworfen. Dann kann sich das Tier gar nicht mehr fortbewegen. Ein Grund mehr, auch mit diesen Tieren vorsichtig umzugehen und sie nur behutsam am Körper, niemals am Bein anzufassen!
Jungtiere, die sich noch mehrmals häuten, können eins ihrer Gliedmaßen noch ersetzen. Bei älteren Tieren geht das nicht mehr.
Regelmäßig finden wir im Terrarium so genannte Häutungen, die die Stabschrecken beim Häuten fallen gelassen haben. So kann man sich das Wachsen eines Insektes über mehrere Entwicklungsstufen recht gut vorstellen.
Das Interessanteste an den Stabschrecken ist vielleicht ihre Tarnung: Sie haben eine so große Ähnlichkeit mit Zweigen, dass man sie, wenn sie auf Zweigen sitzen, gar nicht auf Anhieb erkennen kann.

Wo steckt sie nun - die Stabschrecke ??

 
Inzwischen bereitet uns die Pflege der Stabschrecken mehr Freude, als wir anfangs vermutet haben!

Wenn ihr mal schauen möchtet: Ihr seid herzlich eingeladen in Raum D 0.3, Klasse 6c.