Katholische Hauptschule Grevenbroich
+++ Zu Besuch beim Landwirt Terhardt in Laach +++

Zu Besuch auf einem Hof der Milchwirtschaft

Beim Landwirt Terhardt in Laach

Bei wunderschönem Wetter besuchte die 5c und die 5d der Katholischen Hauptschule am 17.09.2007 den Milchviehbetrieb Terhardt in Laach.

Wir wollten uns informieren, wie das, was wir im Biologieunterricht über Rinder und Kühe erfahren haben, in der Wirklichkeit aussieht.
Sofort merkte man, dass wir auf dem Betrieb Terhardt willkommen waren und dass solche Besuche nicht zum ersten Mal durchgeführt wurden.
Willi und Marlies Terhardt beantworteten unsere Fragen so, dass wir uns die Zusammenhänge und Vorgänge auf dem Betrieb gut vorstellen konnten.

Die Tiere waren an Menschen und einen ruhigen Umgang gewöhnt. Sie ließen sich anfassen und füttern. Die Kälbchen saugten unbeirrt an unseren Fingern (wenn wir mutig genug waren sie in das Maul der Tiere zu stecken) und die Kühe im Laufstall ließen sich beim Fressen oder Wiederkäuen nicht stören.

Kälbchen werden gestreichelt


Herr Terhardt zeigte uns die Stallungen für die Kälber und die Kühe.
Die ganz jungen Kälber lagen in ihren ersten Lebenstagen in einer Einzelbox und tranken Milch ihrer Mutter aus einem Eimer. Für uns war es lustig und kitzelig, wenn die Kälbchen an unseren Fingern saugten und Milch trinken wollten.
Bereits in diesen ersten Lebenstagen erhalten die Kälber Ohrmarken die sie ihr Leben lang tragen. Anhand dieser Nummern kann später immer verfolgt werden, wo das Tier geboren wurde oder in welchen Ställen es gelebt hat.
Die meisten weiblichen Kälber hält Herr Terhardt aber selber als Nachzucht für seine Kuhherde. Nach einigen Tagen werden die Kälber zusammen mit gleichaltrigen Tieren in einer Gruppe gehalten. Dann können sie in einem größeren Stall frei umherlaufen und erhalten ihre Milch von einem Automaten.
Die zugeteilte Milchmenge wird dabei von einem Computer in dem Milchautomaten und einem Sender am Hals der Tiere gesteuert.
Die Kälber genossen sichtlich die Streichel- und Krauleinheiten der Kinder.
Beim weiteren Rundgang zeigte Herr Terhardt uns die Ställe für die Kühe, das Futter, den Güllebehälter, seine Felder hinter dem Hof und den Melkstand. An jeder Station konnten wir Fragen stellen und einen eigenen Eindruck gewinnen.
Die Kühe dürfen soviel Mais-, Gras- oder Luzernesilage und Heu fressen, wie sie möchten. Lediglich eine für jede Kuh speziell berechnete Menge an Kraftfutter wird ihnen per Computer über den ganzen Tag verteilt angeboten.
Der Melkstand war hochinteressant. Frau und Herr Terhardt zeigte uns wie eine Kuh ein wenig von Hand und anschließend mit der Maschine gemolken wird.

Zuerst wurde die Kuh in den Melkstand gelockt, in dem bis zu 8 Kühe gleichzeitig Platz haben. Dann wurden das Euter und die 4 Zitzen gesäubert und mit der Hand eine kleine Menge Milch aus jeder Zitze auf den Boden gemolken; dabei konnten Frau und Herr Terhardt sehen, ob die Kuh gesund und die Milch in Ordnung ist. Herr Terhardt konnte sogar so geschickt melken, dass er mit der Milch quer durch den Raum gespritzt hat (siehe Film 104).

Die 4 Zitzenbecher der Melkmaschine saugen rhythmisch an den Zitzen und befördern die gewonnene Milch sofort in den großen Tank in dem sie schnell auf 4°C gekühlt wird.
Alle 2 Tage kommt ein LKW die Milch holen und bringt sie zur Molkerei.
Wer wollte durfte seine Finger in die Zitzengummis stecken und einmal selber fühlen, wie die Maschine an den Zitzen saugt. Erstaunlich war, wie schnell der Daumen rot gesaugt war.
Nachdem wir gesehen hatten wo die Milch herkam, hatte Familie Terhardt noch ein besonderes Highlight vorbereitet.
Vor unseren Augen stellte Frau Terhardt aus Milch erst Sahne und anschließend aus der Sahne Buttermilch und Butter her.
Dazu hat sie am Vortag Milch in ein Glas gegeben und stehen gelassen. Das Fett hat sich oben als weiße Schicht abgesetzt und konnte mit einer Schöpfkelle in eine Zentrifuge umgefüllt werden. In dieser Zentrifuge entstand unter unseren erwartungsvollen Augen nach einiger Zeit Schlagsahne.
Diese Schlagsahne wurde beim weiteren Zentrifugieren zu Butter und Buttermilch. Wir waren begeistert was Frau Terhardt aus der Milch alles herstellen konnte.
Zum Schluss durften wir die Butter auf Brot und die Buttermilch probieren. Die Häppchen haben wir Frau Schiffer und Frau Willkomm Baust aus der Hand gerissen.
Wenn man dabei war wie es hergestellt wurde und wenn man weiß wo's herkommt, schmeckt es eben doch besser.
Nach dieser sehr gelungenen Demonstration und der leckeren Stärkung haben wir uns bei dem Ehepaar Terhardt vielmals bedankt. Wir haben ihnen alles Gute gewünscht und waren froh, dass wir den Besuch in Laach durchgeführt haben.

Zufrieden, satt und voller neuer Eindrücke sind wir bei schönem Wetter wieder zur Schule gegangen.

Klasse 5c und 5d; H.- P. Fink
 
Zu diesem Besuch haben wir eine kleine Bildershow zusammen gestellt.
Herr Fink hat von diesem Besuch einige Videoclips erstellt.
Diese öffnen in einem neuen kleinen Fenster.
Dazu bitte den Popup-Blocker deaktivieren!

Klicken Sie nun auf den Film Ihrer Wahl: