Katholische Hauptschule Grevenbroich
+++ Eintauchen in den Mikrokosmos des Lebens +++

Mikroskopieren im Biologieunterricht

Ein Schülerbericht aus der 6b (2009)

Ein Bericht von Janis, Stephan und Tolentino, Klasse 6b

Am 9. Juni 2009 haben wir zum ersten Mal mikroskopiert.
In der Stunde vorher haben wir gelernt, wie man mit einem Mikroskop umgeht. Man muss mit einem Mikroskop ganz vorsichtig sein. Man darf ein Mikroskop nur dann aus dem Schrank holen und transportieren, wenn das Kabel mit einem Kabelbinder festgemacht ist, damit man nicht über das Kabel stolpert. Die Linsen aus Glas darf man niemals anfassen. Sie werden sonst schmutzig und können winzig kleine Kratzer bekommen.


Blick in den Biologie-Saal


Wir haben dann eine Liste bekommen, was wir alles mitbringen sollten. Die Sachen brauchten nur die Größe einer Erbse zu haben. Es sollten kleine Stückchen von Pflanzen sein, z.B.: Aststückchen, Blätter, Stängel, Wurzeln, Blüten, Pollen, Samen, Früchte und noch andere Sachen, die man mikroskopieren kann, zum Beispiel Gewürze wie Oregano, Paprika, Pfeffer, Muskat und Gewürzsalz. Außerdem Zucker, Salz und Tee. Viele von uns haben sämtliche Sachen von der Liste mitgebracht und kamen mit vielen Beutelchen und Tütchen zur Schule.


Florians Zauberkiste


An einem Mikroskop haben immer zwei Kinder gearbeitet. Außerdem haben uns vier ältere Schüler geholfen. Beim Mikroskopieren kann man alle kleinen Sachen entdecken, die man eigentlich nur so mit dem Auge gar nicht erkennen kann.

    
Jessica                                 Laura

  
Ömer & Tolentino                                Sophia


Stephan


Uns ist aufgefallen, dass auf einen Blatt so etwas wie Sterne waren. Daniel hat Salz untersucht, es sieht aus wie kleine Eiswürfel. Svenja und Vanessa haben sogar Schimmel mikroskopiert. Sophia hat Bernstein untersucht und die Häutungen von Stabschrecken. Laura hat Lavendel mitgebracht. Angelika und Katharina haben winzig kleine Bodentierchen auf einem Stückchen Holz und auf einer Rinde gefunden. Anna hat sich einen Teebeutel angeguckt, der sieht wie ein Netz aus. Florian hat Muscheln und Rindenmulch mikroskopiert. Einige Kinder haben ihren Schmuck oder ihr Schokoticket untersucht, Sophia hat sogar ihre Brille unter das Mikroskop gelegt.


Viktor schreibt seine Beobachtung auf


Wer ist denn da so fleißig .... ?


Wir haben gestaunt, was man an den Dingen, die wir täglich benutzen, so alles unter dem Mikroskop entdecken kann. Und wir hatten immer mehr Ideen, welche Sachen wir noch untersuchen könnten, aber da waren die zwei Stunden auch schon vorbei.



Anmerkung der Biologielehrerin:
Das Mikroskopieren gehört zu dem im Lehrplan vorgesehenen Thema "Lebewesen bestehen aus Zellen". Die SchülerInnen sollen einerseits die Handhabung eines Mikroskops erlernen und andererseits durch Untersuchung von Pflanzenteilen und bekannten Alltagsgegenständen einen ersten Einblick in die "Welt des Winzigen" erhalten. Außerdem lernen die Schüler eine fachspezifische Verfahrensweise kennen, schließlich sind in der Biologie bahnbrechende Erkenntnisse nur mit Hilfe des Mikroskops gewonnen worden. Im späteren Unterricht, z.B. im Wahlpflichtunterricht Biologie Klasse 7/8 und 9, werden die Stereomikroskope (Binokulare) zur Untersuchung von Bodenlebewesen eingesetzt und zur Identifizierung von Wirbellosen aus der Erft für die biologische Gewässergütebestimmung.
An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Eltern der Klasse 6b, die ihre Kinder auch dieses Mal wieder tatkräftig unterstützt und umfangreich mit Material zum Mikrokopieren ausgestattet haben.