Katholische Hauptschule Grevenbroich
+++ Interessante Einblicke in die Arbeitswelt der Feuerwehrleute ! +++

Schulsanitätsdienst

Hier nun der Bericht von Jessica Reipen (10c) und Jenny Lampe (10d) vom Besuch bei der Feuerwehr in Grevenbroich am 08. April 2005:

Am Freitag, den 8. April 2005 sind wir zu Fuß zur Feuerwehr im Industriegebiet Grevenbroich gegangen. Wir wollten uns ansehen, was geschieht, wenn jemand einen Notruf absetzt. Herr Vanderfuhr, ein Mitarbeiter, der seit über 39 Jahren im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr tätig ist, hat uns ausführlich informiert und alles erklärt und gezeigt.
Im Unterrichtsraum haben wir erfahren, dass in der Wache in Grevenbroich etwa 70 hauptberufliche und ehrenamtliche Feuerwehrmänner tätig sind, von denen immer mindestens sechs Bereitschaft haben. Diese Männer müssen alle einen praktischen Beruf erlernt haben, bevor sie sich bei der Feuerwehr bewerben können. Neben dieser abgeschlossenen Ausbildung müssen die Bewerber aber auch sehr fit sein, denn viele scheitern bereits an den sportlichen Leistungen, die bei der Tauglichkeitsprüfung abverlangt werden.
Herr Vanderfuhr hat uns über die Bedeutung eines korrekten Notrufs aufgeklärt.
Mit der Telefonnummer 112 gelangt man zur Kreisleitstelle in Neuss; von dort wird die nächstgelegene Dienststelle der Feuerwehr alarmiert, damit der Anfahrtsweg zum Unfallort möglichst kurz ist. Da der Kreis Neuss recht groß ist, kann es bei Straßen mit gleichen Namen oder bei ähnlich klingenden Orten (Neukirchen- Hochneukirchen) leicht zu Verwechslungen kommen.
Also: beim Notruf ruhig bleiben, die Angaben langsam und deutlich aussprechen und auf Rückfragen warten!
In der Leitstelle haben wir viele Computerbildschirme gesehen auf denen die verschiedensten Informationen gezeigt werden. So weiß diese Zentrale immer wo sich welche Fahrzeuge befinden und kann sehr schnell mit der Besatzung von Fahrzeugen aber auch mit anderen Hilfsorganisationen Kontakt herstellen.
Herr Vanderfuhr hat auch mehrere Probealarme ausgelöst und uns demonstriert, dass es verschiedene Alarmtöne gibt. An diesen Tönen können die Männer bereits erkennen, ob sie zu einem Brand oder zu einem Verkehrsunfall ausrücken müssen. Besonders interessant war ein Bildschirm, auf dem wir Bilder vom Tunnel an der Schanze sehen konnten. Diese Unterführung wird mit vier Kameras überwacht, damit im Schadensfall schnelle Hilfe organisiert werden kann, aber auch, damit dort niemand Unfug anstellt.
 
Atemschutzcontainer
 
  Atemschutzausrüstung
 
  Ausrüstung
 
Im Umkleideraum liegen die Ausrüstungen von den 70 Feuerwehrmännern bereit, damit sie im Notfall schnell zur Verfügung stehen.
In der Fahrzeughalle haben wir etliche Spezialfahrzeuge gesehen. An einem Lastwagen hat Herr Vanderfuhr uns von den kleinsten Helfern erzählt, die die Feuerwehr hat: es sind Mikroorganismen, die in der Lage sind eine Ölspur zu beseitigen, indem sie das Öl zersetzen.
An einem Lösch- und Rüstwagen haben wir mehrere Ausrüstungsgegenstände gesehen oder vorgeführt bekommen: Atemschutzgeräte; Zangen und Spreizen um Fahrzeuge zu öffnen und eingeklemmte Menschen zu befreien; Schläuche; ein Lichtmast; starke Pumpen für bis zu 800 Liter Wasser pro Minute; Schaumerzeuger; Motorsägen; Sprungtücher, auf die Menschen im Notfall aus bis zu 12 Meter Höhe springen können (das wäre ein Sprung aus dem Fenster vom Computerraum auf ein vier mal vier Meter großes Polster!!).

Herr Judis, ein junger Feuerwehrmann, hat uns einen Leiterwagen vorgeführt, der in seinem Korb zwei Feuerwehrmänner transportiert und dann noch Menschen in 23 Meter Höhe erreichen und retten kann, selbst wenn das Fahrzeug 12 Meter neben dem Gebäude steht.
In der Atemschutzhalle hat Thomas die Anwendung einer Fluchthaube ausprobiert. Damit können Menschen kurze Zeit durch verqualmte Räume geführt werden.
Herr Vanderfuhr hat uns ein Gerät vorgeführt, das einen schrillen Warnton erzeugt, wenn sich ein Feuerwehrmann nicht mehr bewegt und Hilfe braucht.
Beim Anblick der schweren Ausrüstung wurde uns klar, warum Feuerwehrmänner so fit sein müssen; sie könnten ansonsten das ganze Material gar nicht tragen und zusätzlich auch noch Hilfe leisten.
 
 
Fluchthaube zur Rettung aus verqualmten Räumen
 
  30 Meter-Blick
 
 Leiterwagen
Am Rande des Geländes hat Herr Judis uns einen Wagen vorgeführt, der mit seinem Wasserstrahl vom Gelände der Feuerwehr aus mühelos die Umgehungsstraße von Grevenbroich nach Wevelinghoven erreicht hätte. Feuerwehrspritze
Zum Schluss haben wir uns bei Herrn Judis und Herrn Vanderfuhr bedankt, die uns viel über die Wache, die Ausrüstung und über den Beruf -Feuerwehrmann- erzählt haben.
Wir haben uns auf den Rückweg gemacht und den Tag in einer Eisdiele ausklingen lassen.

Wer mehr über die Feuerwehr erfahren möchte kann sich ja bei den Schülern unserer Schule erkundigen, die in der Jugendfeuerwehr organisiert sind.
Vielleicht habt ihr ja auch Lust dort mitzumachen.